Kapitel 19

Über die Tücken des Glasperlenspiels

Das Glasperlenspiel – in welcher Form auch immer es gespielt wird – ob in der Schafgarben-Tradition des alten chinesischen Orakels, in den elektronischen Versionen des Dj M8 Pintens (TKO CreW), das Schachspiel im Magischen Theater, das Great Game eines L. Ron. Hubbard oder das Abstraktionsspiel nach Vilem Fluser, es ist immer der eine gleiche  Effekt, der allen Spielweisen letzen Endes das Genick bricht: Die Immersion!

Die Angelschnur windet sich nicht durch einen Knoten um den Hals des Spielers zur Schlinge, es stülpt sich auch nicht aus zu einem Netz in dem derselbige als Phish sich schlußendlich verstrickt, nein vielmehr ist es die Spirale zu der das Kabel sich in immer kleineren Kreisen zusammenschnurrt, die durch den gleichförmigen, stetig steigenden Fluß ihrer Bewegung ihn fast hypnotisch in seinen Bann zieht, bis er als letztes auch während den Spielpausen kabellos mit dem Spiel verbunden bleibt, da seine Einbildungskraft ein Ausmaß angenommen hat, dass abstrakte Wirklichkeit und konkrete Berechnung zu ununterscheidbaren Kategorien verschmolzen sind.

Und so wechselt der Dealer Button unmerklich vom Komponisten zum Kabel. Die Karten werden neu gemischt: Faites vos jeux!

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~ von maeeutik - Dezember 1, 2008.

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