Kapitel 7

Am nächsten Morgen erhält Herr Fu folgende Nachricht:

„Fernsehsender erheben den Anspruch, dem Zuschauer einen Blick auf die komplexe Gesellschaft zu präsentieren. Immer mehr und unterschiedlichere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens erfahren eine breiterwerdende mediale Beachtung. Aber der darzustellende Lebensbereich muss interessant, verständlich und optisch umsetzbar sein. Damit geht von vornherein eine Selektion einher, verbunden mit einer Reduktion der vielfältigen kommunikativen Codes und Zeichensysteme, sowie einer Spezialisierung und Perfektionierung akustisch-visueller Signale. Tatsächlich ist es in vielen Fällen sogar so, dass Fernsehen die Themen, über die Verständigung lohnend scheint, erst schafft. Auf der Suche nach neuen Themen, die die Zuschauer binden, durchbrechen die Fernsehmacher oft Grenzen, so dass es in den Augen vieler oft zu Tabubrüchen kommt.“

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„Wir befinden uns hier in einem toten Winkel. Das Fenster nach Johari liegt sich im Rücken des Betrachters“

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Herr K. (zum Zeitpunkt 13:53:MEZ:5:1:2008:T befand er sich wahrscheinlich in Sri Lanka//Terra oder Utopia//Solaris) schlug den Observer auf und las folgenden Artikel:

Die Phänomologie des Beobachters

Ein Vorgeschobener Beobachter oder Artilleriebeobachter ist ein Beobachter, der die Kampftruppe begleitet, das indirekte Feuer der Artellerie zu ihrer unmittelbaren Unterstützung lenkt und die Gefechtsaufklärung der Truppe verdichtet.

Charakteristika: Der Beobachter ist nüchtern, strategisch, analytisch. Er verschafft sich aus der Distanz einen guten Überblick, ist eher introvertiert und ergreift selten ohne Aufforderung das Wort.

Stärken: Der Beobachter berücksichtigt alle relevanten Möglichkeiten und verfügt über ein gutes Urteilsvermögen

Schwächen: Er ist aufgrund mangelnder Begeisterung kaum in der Lage, andere zu motivieren, neigt dazu, das Interesse nach erfolgter Kritik gänzlich zu verlieren und kann von Teamkollegen als taktlos und herablassend empfunden werden.

Einsatzbereich: Der Beobachter sollte darauf achten, dass seine Meinung auch gehört wird. Dies gelingt, indem er versucht, weniger zynisch und skeptisch zu sein.

Aufgaben: Die Überwachung des Gefechtsfeldes, die Zielaufklärung und -bestimmung, die Feuerlenkung eigener Waffen und Feststellung des Erfolgs des Wirkungsschießens, die Auswertung und Meldung der eigenen Aufklärungsergebnisse und solche anderer Truppen, das Annehmen und Weiterleiten von Feueranforderungen der Kampftruppe sowie das Halten der Verbindung zum örtlichen unterstellten Führer der Kampftruppe.

Schweigen: Schweigen als Zeichen für Aufmerksamkeit bzw. Konzentration. Schweigen kann die Verweigerung einer Antwort bedeuten. Schweigen kann Zustimmung oder Ablehnung einer Fragestellung signalisieren. Schweigen als Angst vor Isolation? Desinteresse?

-tg-

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~ von maeeutik - November 5, 2008.

6 Antworten to “Kapitel 7”

  1. Du möchtest mich in eine eigene Kategorie abschieben, Eugen?
    Es sei dir für den Moment gestattet.

  2. *lol* @legoborg

    Aber die Beschreibung von Herrn K. erinnert mich an jemand den ich kenne….

  3. Hey! EUGEN! versuch nicht noch einmal meine Texte zu löschen… Sonst werd ich böse!

  4. Eugen, hör auch damit!

  5. Alter, Leute, was seid ihr denn alle verrückt geworden? Was ist denn los? -Peace-

  6. Hä?

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