Ausserdem

•November 20, 2008 • Kommentar schreiben

will ich nochmal Werbung dafür machen, sich in den Newsletter einzutragen. *datenkrake*

*sammelwut*

und für die Umfrage für den Termin der Lesung

http://www.doodle.com/participation.html?pollId=7vc3a3t4xbw4ffit

*cthulu*

Kapitel 18

•November 20, 2008 • Kommentar schreiben

Herr S. öffnet mit Funkeln in den Augen das vor ihm liegende Paket.

Eilbestellung
die subito Lieferbibliotheken haben sich verpflichtet, die Bestellung innerhalb von maximal 24 Stunden zu bearbeiten.

Der Stempel Gefängnisbibliothekvon Abu-Ghraib ist durch den Transport etwas verwischt, aber das eingeschweißte Buch ist intakt:

„Von der Camera Silens zum Panoptikon – Über die Umstrukturierung des Gefängnisses im 21. Jahrhundert“

Kurz überfliegt er die beiligende Notiz: Viel Freude mit diesem Buch. Habe ihnen die wichtigsten Dinge angestrichen. Mit freundlichem Gruß K.

http://de.wikipedia.org/wiki/Camera_silens

http://de.wikipedia.org/wiki/Deprivation

http://de.wikipedia.org/wiki/Black_site

http://de.wikipedia.org/wiki/Kriminalfall_von_Amstetten

http://de.wikipedia.org/wiki/Panopticon

http://de.wikipedia.org/wiki/Prisonisierung

http://de.wikipedia.org/wiki/Incommunicado

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberwachung

Kapitel 17

•November 19, 2008 • Kommentar schreiben

מ

UNTERBRICH AUF GAR KEINEN FALL DIE KETTE !!!

VERSENDE DIESEN MEMPLEX AN MINDESTENS 5 WEITERE PERSONEN!!!

DAFÜR ERHÄLTST DU EINEN GRATIS iMEM UND EINE iMEM-POSTKARTE!!!

Die Legende von Mem und Zin’Adu

Unter allen Zuständen eines physikalischen Systems, die kompatibel mit dem vorhandenen Wissen über das System sind, ist der zu wählen, welcher die Entropie maximiert.“

<Der menschliche Geist arbeitet anders als der Apparat mittels Assoziation. Kaum hat er sich eine Information beschafft, greift er schon auf die nächste zu, die durch Gedankenassoziation nahegelegt wird, entsprechend einem komplizierten Gewebe von Pfaden, das über die Hirnzellen verläuft. Selbstverständlich hat der menschliche Geist auch noch andere Eigenschaften: Pfade, denen man selten folgt, neigen dazu zu verblassen, Informationen sind nicht vollständig dauerhaft, Erinnerungen sind flüchtig. Aber die schiere Geschwindigkeit des Zugriffs, die Komplexität der assoziationspfade, die Einzelheiten der geistigen Bilder sind beeindruckender als alles andere in der Natur.
Es ist nicht zu hoffen, daß sich dieser geistige Prozeß vollständig künstlich reproduzieren ließe, aber mit Sicherheit sollten wir davon lernen können. In kleinen Dingen könnte dies sogar umgekehrt weiterhelfen, denn Aufzeichnungen sind relativ dauerhaft. Die erste Idee jedoch, die man aus diesem Vergleich beziehen kann, betrifft die Auswahl. Die Auswahl durch Assoziation – und nicht durch Indizierung – müßte hierzu mechanisiert werden. Wir können nicht hoffen, auf diese Weise mit der Geschwindigkeit und Flexibilität, mit der der menschliche Geist einem assoziativen Pfad folgt, gleichzuziehen, aber es sollte möglich sein, den Geist im Hinblick auf die Dauerhaftigkeit und Klarheit der Ergebnisse beim Aufspüren gespeicherter Themen eindeutig zu schlagen.

Stellen Sie sich ein künftiges Arbeitsgerät zum persönlichen Gebrauch vor, das eine Art mechanisierten privaten Zettelkastens oder Bibliothek darstellt. Es braucht einen Namen, und ich denke, fürs erste wird ‘iMem’ genügen. Ein iMem ist ein Gerät, in dem ein Individuum all seine Bücher, Akten und seine gesamte Kommunikation speichert und das so konstruiert ist, daß es mit außerordentlicher Geschwindigkeit und Flexibilität benutzt werden kann. Es stellt eine vergrößerte persönliche Ergänzung zum Gedächtnis dar.

Der iMem besteht aus einem mobilen Interface und obwohl er auch aus einer gewissen Entfernung bedient werden kann, arbeitet der Benutzer vor allem in direktem Körperkontakt. Oben befinden sich schräge durchscheinende Schirme, auf die das Material bequem lesbar projiziert werden kann. Es gibt eine Tastatur und eine Reihe von Knöpfen und Hebeln. Ansonsten sieht es wie ein gewöhnlicher Schreibtisch aus. Auf einer Seite befindet sich das gespeicherte Material. Das Problem der Masse wird durch hoch effizient verwaltete Flash-Speicherkarten gelöst. Nur ein kleiner Teil im Inneren des iMem dient der Speicherung, der Rest läßt Platz für den Mechanismus selbst. Aber selbst wenn der Benutzer pro Tag 5000 Seiten Material ablegen würde, würde es Hunderte von Jahren dauern, den Speicher zu füllen; also kann er verschwenderisch und frei Neues hinzufügen…>

>>> [DIESEN BEITRAG WEITERLEITEN]

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Kapitel 15

•November 18, 2008 • Kommentar schreiben

„Rosa Rauschen“ – Heraklit

Schnittberichte.de

In der Japanese Theatrical Version des Filmklassikers Zombie von George A. Romero aus dem Jahr 1978. gibt es bei Minute 58 mehrere verschachtelte Freeze Frame auf denen statt der heranstürmenden Zombiemasse, eine Menschenmenge zu sehen ist, Kinder, skatende Jugendliche, eine Clique junger Frauen und ein paar ältere Herren in Anzug. Sie alle tragen Handy-Headsets, Kopfhörer oder Videobrillen, oder blicken gebannt mitten in der Stadt stehende Videobildschirme oder die PSP2 in ihrer Hand. Interessant ist, wenn man in diesem Freeze Frame in die Ecke zoomt, sieht man dort einen jungen Mann panisch über den Straßenbelag rennen. Sobald der Freeze endet ist er nicht mehr zu sehen.

Achja auf dem kaputten Computer, der in der Lastwagen-Szene im Hintergrund steht, flackert kurz folgendes Internetseite auf: „http://portal.gmx.net/de/themen/nachrichten/panorama/7004674-In-Nigeria-werden-Kinder-zum-Verkauf-gezuechtet,page=1.html“

Aus der Psychatrie

•November 18, 2008 • 3 Kommentare

Heyho Leute, wollt mich nurmal kurz melden, bin grad in der Jugendpsychatrie in Berlin, hab n bisschen Scheiße gebaut, den Bruder meiner Freudin zusammengeschlagen, weil er sie bedroht hat, sie hat sich dann vor mir getrennt, weil ihre Familie ihr das befohlen hat, und da bin ich ausgetickt…

Braucht euch also keine Sorgen zu machen..

P.S Danke Legoborg, wie du siehst funktioniert die Sniffer-Homepage die du mir geschickt hast perfekt ;)

Kapitel 14

•November 18, 2008 • Kommentar schreiben

Seltsame Schleifen

In ihren Formulierungen der Sehnsucht nach einer anderen Wirklichkeit hat die moderne Kunst immer neue Varianten gefunden. Ganz gleich, ob der Surrealismus seine Wahrheiten im Traum suchte oder die russische Avantgarde ihre Luftschlösser baute – selbst die profanen Ausläufer der hohen Kunst proklamierten unermüdlich ihr break on thru to the other side.

Im Innern der Milchstraße tummeln sich seltsame (Un-)Gestalten. Die bislang bekannteste davon ist das riesige Schwarze Loch Sagittarius A* (SgrA*), das in fernster Zukunft einen Großteil der Galaxis verschlingen wird. US-Astronomen entdeckten ein relativ starkes Magnetfeld, dem ein Sternennebel folgt, der morphologisch einer Struktur gleicht, die als Symbol für biologisches Leben gilt: Die Doppelhelix der DNA.

In MöBIOS wird das Phänomen des unendlichen Wegs geerdet und zugleich Teil einer phantastischen Erzählung. Eine U-Bahn voller Menschen verschwindet auf ihrem Weg durch die Verkehrskatakomben von Buenos Aires. Fortan hört man gelegentlich ihr dröhnendes Fahrtgeräusch, ohne sie jemals zu erblicken, und ihr Weg scheint sinn-, richtungs- und endlos.

Derart übersinnliche Phänomene kann die bürokratische Realität nicht durchgehen lassen, und so engagiert man einen Topologen, der den Verbleib des verschwundenen Zuges per kartographischem Studium ergründen soll. Auf seiner Suche nach des Rätsels Lösung werden ihm auch die Behörden und Archive, die er konsultiert, zum zivilisatorischen Irrgarten. Lagepläne und ausufernde Planskizzen des U-Bahnnetzes pflastern die Wände, und die Suchaktionen in den papierenen Gedächtnissen von Buenos Aires führen zu leeren Aktenordnern und anderen Lücken im System.

Die verästelten Verkehrs- und Verwaltungsapparate entsprechen mehr und mehr dem, was Jorge Luis Borges (nach dem hier eine U-Bahn-Station benannt ist) in seiner »Bibliothek von Babel« (1941) entworfen hat: »Die Bibliothek ist unbegrenzt und zyklisch. Wenn ein ewiger Wanderer sie in einer beliebigen Richtung durchmäße, so würde er nach Jahrhunderten feststellen, daß dieselben Bände in derselben Unordnung wiederkehren (die, wiederholt, eine Ordnung wäre: Die Ordnung).«

Language: C++
Author: lapinski@utexas.edu

#include<iostream.h>
main(){char*s="#include<iostream.h>%cmain(){char*s=%c%s%c;cout.form(s,10,34,s,34,10);}%c";cout.form(s,10,34,s,34,10);}

Author: David Rogers

#include <iostream.h>
#define ENIUQ(TEMPLATE) cout << TEMPLATE << "(" << #TEMPLATE << ");}";

void main()
{ENIUQ("#include <iostream.h>\n#define ENIUQ(TEMPLATE) cout << TEMPLATE
<< \"(\" << #TEMPLATE << \");}\";\n\nvoid main()\n{ENIUQ");}

Der selbstmodifizierende Code eines Programms hat nichts mit Lernen
oder der Verbesserung eines Programmes zu tun. Selbstmodifizierende
Programme, die die Hochsprache des Programms modifizieren, sind in der
Zukunft möglicherweise hilfreich, die Maschinenintelligenz zu steigern.

Über die Autopoietik von Supermarkt und Kino

Stetig schwingt das Pendel zwischen Warenkorb und Leinwand. Vor dem Fata-Morgana-Flimmern der Bildaparrate versammelt sich der rote Ameisenstaat, um der Stimme der Prediger zu lauschen und sich erquicken zu lassen von seinem göttlichen Geist. Still und stumm lauschen ihre Körper andächtig den Melodien ihrer Begleiter, abgeschottet vom Dröhnen der Maschinerie, während ihre Sitzgelegenheiten, sie durch den Weltraum zu den Basaren tragen. Metallscheibe um Metallscheibe drehen die Fließband-DJ’s auf ihren ergonomisch-geformten Thronen. Blitzdings- *düt!* – Der Nächste Bitte!

Kapitel 13

•November 14, 2008 • Kommentar schreiben

Analytischer Kubismus

„Er verachtet die organische Form, reduziert alles – Landschaften, Figuren und Häuser – auf geometrische Schemata, auf Kuben.“

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In der Soziologie bezeichnet Analytischer Kubismus das in modernen Gesellschaften beobachtbare Zurücktreten langfristiger Bindungen in Ehe und Familie, Freundeskreis, Nachbarschaft /Dorfgemeinschaft, Berufsstand, Verein und kulturellem Milieu zugunsten einer mobilen, jederzeit verfügbaren Lebensform des Einzelnen. Dem vermeintlichen Freiheitsgewinn steht dabei subjektiv ein Verlust an Geborgenheit und Sinnerfahrung gegenüber.

Kapitalismuskritiker sehen in dieser Entwicklung die genaue Entsprechung zur Forderung des Marktes nach uneingeschränkter Austauschbarkeit und Verrechenbarkeit der einzelnen Handelsgüter.

Andererseits ist gerade die Werbung oft erfolgreich bei dem Bestreben, langfristige Bindungen („Treue“) des Verbrauchers zu einem Produkt, einer Marke zu erzeugen.

Bei der Medienwirkungsforschung über Fernsehserien stießen die Wissenschaftler und Journalisten auf das Phänomen, dass bestimmte zur Identifizierung einladende „Serienhelden“ von einer großen Anzahl von Zuschauern regelrecht in die eigene, z.T. nicht (mehr) vorhandene Familie als dauerhafte Mitglieder „adoptiert“ worden waren. Das führte gelegentlich zu massenweisem Einsenden von handgestrickten Wollsocken für innerhalb des Soap opera-Verlaufs erkältete Darsteller, weil diese Figuren als reale Menschen phantasiert wurden. Psychologen führen diesen partiellen Realitätsverlust auf die Lebensbedingungen der (groß-)städtischen Anonymität und der teilweise mediumkonsumbedingten Vereinzelung und Einsamkeit nicht nur älterer Menschen zurück.

Die systematische Schaffung eines von Armut und Zwang bestimmten, von gesellschaftlicher und kultureller Partizipation weitgehend ausgeschlossenen Subproletariats entspringt der unausgesprochenen Einsicht, daß Vollbeschäftigung im klassischen Sinne aufgrund des hohen Niveaus kapitalistischer Produktivkraftentwicklung nicht mehr zu erreichen sein wird. Die von den Sozialtechnokraten des neuen Mangelregimes versprochene Wiedereingliederung in vertraglich gesicherte Arbeitsverhältnisse findet kaum statt, statt dessen führt die leichtere Verfügbarkeit Erwerbsloser zur Ausweitung des von schlechten Arbeits- und prekären Existenzbedingungen geprägten Niedriglohnsektors. Der breite Sockel einer nicht mehr für die Produktivität des HighTech-Kapitalismus benötigten Bevölkerung, die kaum noch Chancen hat, ihrer Misere zu entkommen, löst konkrete Existenzängste bei Millionen von Bürgern aus, denen ein ähnliches Schicksal droht.
Synthetischer Kubismus

Der Kubismus ist weder ein Samenkorn noch ein Fötus, sondern eine Kunst, der es vor allem um die Form geht, und wenn eine Form einmal geschaffen ist, dann ist sie da und lebt ihr eigenes Leben weiter.

„Ich bin ein geborener Zuschauer. Seit der Zeit, da ich als Kind unter anderen Kindern spielte, und auch als ich erwachsen wurde und mich in Gesellschaften begab, in denen es im Verkehr miteinander alle möglichen Rangunterschiede gab, habe ich, welche Begeisterung auch aufkam, mich niemals voll in den Strudel gestürzt, habe mich niemals von Herzen voll vergnügt. Auch wenn ich auf der Bühne des Lebens stand, habe ich nie eine richtige Rolle gespielt. Bestenfalls war ich Statist. Aber wenn ich nicht auf der Bühne stand, dann fühlte ich mich in meinem Element, wie der Fisch im Wasser, denn der Zuschauer fühlt sich wohl unter Zuschauern.“

§17a (2) Es ist auch verboten,

1. in einer Aufmachung, die geeignet und den Umständen nach darauf gerichtet ist, die Feststellung der Identität zu verhindern, aufzutreten

2. oder Gegenstände mit sich zu führen, die geeignet und den Umständen nach dazu bestimmt sind, die Feststellung der Identität zu verhindern.

„Was habe ich getan, seit ich geboren wurde? Wie von einer Peitsche angetrieben habe ich mich auf das Studium geworfen, überzeugt, daß es mich fähig macht, etwas zu leisten, daß es mich vervollkommnet; und vielleicht bin ich diesem Ziel auch ein wenig nähergekommen. Aber gleicht meine Tätigkeit nicht der eines Schauspielers, der auf einer Bühne seine Rolle herunterspielt? Hinter dieser Rolle muß doch noch etwas anderes stecken! – Doch die Peitsche gibt diesem Etwas keine Zeit zu erwachen. Das Kind, das lernt, der Bürokrat, der lernt, der Student, der lernt, der Stipendiat, der lernt, – sie alle spielen ihre Rollen. Einmal möchte ich mir die Schminke abwaschen, von der Bühne heruntersteigen, zu mir selbst kommen und diesem Etwas hinter mir ins Gesicht sehen, aber ich spüre die Peitsche des Regisseurs auf meinem Rücken und spiele weiter, Rolle für Rolle…“


Lesung in Konstanz

•November 12, 2008 • Kommentar schreiben

Heydiho Leutz, mal wieder was erfreuliches.

Nicolai und ich wir sind uns einig geworden, wir machen zusammen eine Lesung. In Konstanz am Bodensee.

Flyer et cetera kommen noch. Falls jemand über den Termin mitentscheiden möchte, auf doodle läuft die Umfrage: http://www.doodle.com/participation.html?pollId=7vc3a3t4xbw4ffit

Zu hören gibt es Auschnitte aus dem Koan64 (auch bisher nicht veröffentlichte Ausschnitte) von mir und Spoken-Word Poetry (kein Slam&Comedy-Quatsch sondern richtige Lyrik ;) von Nicolai. Zusätzlich haben wir wahrscheinlich noch einen DJ. Location ist vorraussichtlich die Uni Konstanz.

Soweit sogut -to be continued-

Kapitel 12

•November 11, 2008 • Kommentar schreiben

Währenddessen…

Artikel 23.04.1994 „Escapist Magazine“ Ausgabe 18

http://www.escapistmagazine.com/

Herr P.’s Finger flimmert nervös rotierend über das Mausrad. Der Daumen der anderen Hand schlägt gegen den Joystick. Die Geräusche aus dem Headset sind von aussen nur als Knacken und Rauschen warnehmbar, das ab und an von den Schreien eines jungen Mädchen unterbrochen wird.

Stoßartig formt der Herrn P.’s Atem Worte, die sobald er sie ausgestoßen hat, von seinem Headset verschluckt und als Stromschläge an einem anderen Ort zum Vorschein kommen. Seine Videobrille hat er nur über das eine Auge gezogen. Der Regler des Videostream-Mixers bewegt sich auf und ab – scheinbar wie von Geisterhand.

Auf der Bildschirmreihe erscheinen von links nach rechts folgende Bilder: BBC-News (offenbar ein TV-Signal), ein Webcam-Chat (eine nackte junge, dunkelhäutige Frau windet sich unter den Vibrationen von zwei Teledildonics, die per USB mit ihrem Computer verbunden sind), eine StarCraft ähnliche Oberfläche, wo offensichtlich eine Simulation des 1. Golfkrieges läuft, dann die Admin-Software Micropolis, ein Second Life, auf dem nächsten Bildschirm ein Testbild, dann eine blinkende Konsole, „weißer Text in schwarzem Buch“, soviel erkennt man noch von dem Songtext des Youtube-Videos, das nächste Bild zeigt ein Aquarium, in dem ein einzelner Goldfisch schwimmt, das von einem Roboter-Arm langsam mit Glaskugeln gefüllt wird, auf dem letzten schreibt <Schneeflöckchen> gerade eine ICQ-Message: „Und dann hab ich der kleinen Schlampe die Kehle durchgeschnitten…“

Im selben Moment klatscht heißes Sperma auf den SecondLife Bildschirm und man hört Herrn P.brüllen: „Kaufen! Kaufen! Nestle-Aktien kaufen! Gold verkaufen!“ und eine andere Stimme: „Der neue amerikanische Präsident heißt Barrack Obama“

Warum, Eddy?

•November 10, 2008 • 3 Kommentare

< Dieter > Man stirbt doch nicht mitten im dritten Akt!

Nach Suizid-Ankündigung in Online-Forum: User rettet User mit Notruf

Im Bezirk Neukölln ist ein junger Mann nach einem Selbstmordversuch gerettet worden, weil eine Teilnehmerin eines Internet-Diskussionsforums, in dem der Selbstmord angekündigt worden war, die Polizei alarmiert hatte.

Der Teenager hatte im Forum des Online-Rollenspiels ‘Ultima’ seine Absicht kundgetan, sich mit Tabletten selbst zu töten. Verschiedene User versuchten ihn umzustimmen, andere spornten ihn regelrecht an, es zu tun.

Eine Frau ergriff nach Zweifeln, möglicherweise einem Hoax aufzusitzen, schließlich die Initiative, ermittelte die Identität des Mannes und verständigte die örtliche Polizei, die den Mann mit einer Überdosis ins Krankenhaus brachte.